Erfahrungen als Domina

Domina. Transformationsengel. Ein Spektrum.

Eine Wette und eine Rolle

Es begann aus einer Wette, nach einer Fernsehreportage über Dominas. Ich habe als selbständige Domina gearbeitet. Nicht aus Neigung, sondern als Erforschung von psychologischen Dynamiken.

Bewusst in einer Rolle, präsent und führend. Mit psychologischem Feingefühl.
Körperlich sexuell unberührbar und vollständig bekleidet.

Wie eine Schauspielerin, die mit ihrer Rolle verschmilzt, aber sich damit nicht identifiziert.

Erlaubnis der Gegensätze

Eine Weile fragte ich mich, wie das zusammenpasst:
Transformation und Machtspiel. Hingabe und Kontrolle. Heilraum und Autorität.
Dann gab ich mir die volle Erlaubnis. Ich kann Kontraste leben und in Rollen schlüpfen. Ich kann Führungsqualitäten und Sanftheit verkörpern.

Mit meiner Offenheit für das Leben habe ich mich auch auf extreme Erfahrungen eingelassen. Es ist für mich natürlich, unerschrocken alle Anteile der menschlichen Psyche zu erforschen. Und auch mit außergewöhnlichen Tätigkeiten Geld zu verdienen. So wurde die Domina-Tätigkeit zu einem Forschungsprojekt und Einkommen.

Meine Kunden

Ich suchte mir meine Kunden aus. Bewerber gab es viele. Sie nannten mich teilweise „Herrin“, „Göttin“ oder „Lady“. Überwiegend Männer mit Verantwortung. Ärzte. Polizisten. Manager. Lehrer. Rettungssanitäter. Zwei Psychotherapeuten. Ein Politiker. Ein Yogalehrer. Ein buddhistischer Ex-Mönch. 

Es lag natürlich auch in meiner Entscheidung, wann und wie oft ich arbeitete. Beispielsweise in einer Woche zwei, drei oder vier Sessions. Es war also eine „Teilzeittätigkeit“.

Ihre Sehnsucht

Sie kamen, weil sie nicht mehr stark sein wollten. Weil sie spüren wollten, wie es ist, nicht leisten zu müssen. Nicht verantwortlich sein zu müssen. Bei einem Gegenüber, das nicht urteilt. Sie wollten sich fallenlassen. Die Maske ablegen. Das Funktionieren ihres Ichs, das so oft im Alltag ein Gefängnis für sie war loslassen. Und für Momente einfach sein. Nicht als Schwäche, sondern als Mut zur Hingabe.

Manche suchten Nervenkitzel. Extremerfahrungen. Endorphinrausch. Bewusstsein durch das Brechen von Widerständen und Überwinden von Grenzen. Das Erleben von Gefürchtetem und gleichzeitig Ersehntem. Ein bisschen ähnlich wie ein spiritueller Sprung in die Dunkelheit, um dem Licht näher zu kommen.

Hingabe und Tiefe

Meine Kunden liebten mein Einfühlungsvermögen. Und sie spürten, beides war bei mir möglich: Sicherheit und Abenteuer. 

Ich war nicht nur ihre Fantasie und Projektionsfläche. Ich war auch Spiegel. Sie sahen sich selbst. Sessions wurden zu Heil- und Spiegelräumen. Zu heilsamem Tantra. Energien lösten sich. Manchmal Tränen. Und manchmal tiefe Stille.

Oft kamen Worte wie „Es fiel mir noch nie so leicht, mich hinzugeben wie jetzt“ und „Ich habe mich so noch nie erlebt“. Und oft wurde aus einer Session ein tiefes Gespräch und aus der Rolle eine Begegnung.

Manche dieser Männer wurden später Klienten in meiner Transformationsbegleitung.

Ganzheit

Diese Geschichte zeigt, dass in Ganzheit Gegensätze natürlich sein können.
Macht kann weich sein. Hingabe kann stark sein. Wahre Führung entsteht nicht aus Ego, sondern aus Präsenz.

Ich war Domina und Heilerin, Autorität und Sanftheit. 

Wenn du dir ein Gegenüber wünschst, das nicht bewertet, sondern dich begleitet, Widersprüche und Gegensätzen zu integrieren, dann kann meine Transformationsbegleitung interessant für dich sein.

Wenn du dich jemals unpassend gefühlt hast oder geschämt hast für deine Widersprüchlichkeiten, deine Experimentierfreude oder deine dunklen Abenteuer, dann lies das hier wie eine tiefe Wahrheit:
Du darfst alles sein. Nicht angepasst, sondern integriert.
Nicht „entweder-oder“, sondern lebendiges Sowohl-als auch. Das ist Leben.

Resonanzen

Letztes Jahr begleitete ich eine Kundin in einer tiefen Umbruchsphase, beruflich und privat.
Beim ersten Gespräch erzählte sie mir: „Mein Sohn meinte neulich zu mir: Mama, werde doch Domina!

Ich lächelte sanft und grinste innerlich breit. Denn sie wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ich es tatsächlich mal war.