Liebe, die mich beeinflusst hat

Beziehungen als Spiegel und Weg.

Erfahrungen in der Liebe

Wir Menschen wachsen nicht allein. Im Gegenüber können wir uns tiefer erkennen. Besonders in der Liebe. Ich war mit Männern zusammen, die Psychotherapeuten, Heiler oder spirituell erwacht (im Sinn von Nondualität) waren und mit solchen, die sich nicht für Bewusstsein interessierten.

Wenn wir selbst begleiten, heilen oder lehren heißt das nicht, dass wir frei von Wunden oder Themen sind. Ich kenne keinen, der ganz frei davon wäre.

Ich habe in zwei ehemaligen Ehen und Beziehungsformen wie monogam, polyamor, On-Off und Freundschaften plus gelernt, geforscht, gelitten und bin gewachsen. Und meine Partner ebenso durch mich. Mit Innigkeit und Drama, Glück und Verzweiflung, Offenheit und Abgrenzung.

Spuren und Lernen

Verbindungen waren für mich auch eine Möglichkeit, über mich hinauszuwachsen. 
Schwierige Herausforderungen habe ich mir als Wachstumspotential und Lebendigkeit schöngeredet. Und oft waren sie das auch.

Manche Verbindungen waren lang. Manche waren kurz und hinterließen dennoch Spuren.
Beispielsweise nach einer sehr kurzen Verbindung bedankte sich ein Mann in seinen Danksagungen in einem Buch, das er später veröffentlichte, für meine Weisheit und Liebe.

Die erste Ehe endete, weil kein gemeinsames Wachsen mehr möglich war, nachdem die Spiritualität unerwartet über mich kam. Die zweite Ehe: Große Liebe, aber… (zu persönlich, hier mitzuteilen, was schief lief). Nach der Scheidung hatten er und ich eine Freundschaft plus, weil wir uns nicht ganz loslassen wollten.

Meist war ich es, die ging. Auch wenn es nicht leicht war.

Wünsche und Projektionen

Ich wollte nicht nur Liebe, sondern echte Begegnung. Nicht nur Sicherheit, sondern gesehen werden. Ganz.
Männer sagten, sie hätten sich bei mir mehr zu Hause gefühlt als je zuvor. Aber ich wollte kein Ideal sein, auch wenn es mir eine Weile als Frau schmeichelte, bevor es mich nervte. Ich wollte nicht in Schubladen gesteckt werden, auch nicht in verheißungsvolle.
Sondern erkannt werden mit allem, was ich bin. Auch mit meinen Unzulänglichkeiten, Ecken und Kanten. Und mich in einer Beziehung genauso angekommen fühlen.
Und das ohne häufige Disharmonien.

Lehrreiche Erfahrungen

Ich habe gezögert und mich voll eingelassen, gekämpft und mich entzogen. Ich habe verletzt und wurde verletzt. Es gab Zeiten, in denen ich überangepasst bis zur Selbstverleugnung und klar bis zur Härte war.
Ich habe Bedürftigkeit erlebt, sowohl bei mir als auch bei Männern.

Einer verpassten Chance mit einem Mann trauerte ich hinterher. Angesichts seiner besonderen Position in meinem Leben hatte ich Angst, mich wirklich zu öffnen (trotz gegenseitiger Anziehung) und ließ mich von anderen Männern ablenken. Wir kamen nicht zusammen. Er kam dann Jahre später mit einer ehemaligen Freundin von mir zusammen. Kurz vorher hatte sie die Freundschaft mit mir beendet, weil sie mich als Konkurrentin sah.

Einen anderen Mann konnte ich nicht loslassen, obwohl er mich nicht wirklich wollte und grundsätzlich keine Verbindlichkeit. Doch ich kämpfte, mit einem Teilgewinn, der nicht von Dauer war, auch eine zweite Beziehungsrunde mit ihm beendete er.

Weitere Transformation und Erfüllung

Doch dann kam eine Zeit, in der ich konsequent Stopp sagte und weiter meine Muster und Prägungen transformierte.

Ich wollte wirklich nur noch mit einem Mann sein, mit dem wirklich alles passen würde, auf allen Ebenen. Und dann kam er 2021: Mein Partner Jörg. 2025 haben wir geheiratet.

Er ist selbst Heiler und wir wachsen miteinander. Wir sind auch noch durch Prozesse gegangen und haben uns aneinander gerieben. Auch weil das Leben uns vor andere Herausforderungen gestellt hat, die sich auf unsere Beziehung ausgewirkt haben. Doch wir haben immer wieder in Liebe, Tiefe und Offenheit zueinander gefunden. Unsere Partnerschaft ist mittlerweile ideal für uns.

Jede Liebe, jeder Abschied, jede Wunde war ein Teil des Weges zu mir. Und zu dem, was bleibt, wenn alle Geschichten leise werden: Ein Ja. Zu mir, zum Leben, zur Liebe.